Wie kannst du als Führungskraft ein Team nicht nur fachlich stark, sondern auch im Miteinander wirklich verbunden führen? Lisa Krieger, Teamleiterin im Pflegezentrum Dresden, zeigt, wie Gamified Leadership – also spielerische Elemente in der Führung – ihren Alltag als Führungskraft bei der Techniker Krankenkasse prägt.
Lisa leitet seit Oktober 2023 ein Antragsteam im Pflegezentrum. Das Team bearbeitet vielfältige Pflegeversicherungsthemen und steht täglich mit Versicherten und Leistungserbringer:innen in Kontakt. Fachlich war das Team schon vor ihrer Führung sehr produktiv, im Miteinander aber eher zurückhaltend.
„Das Team war fachlich mega produktiv, aber im Miteinander noch eher leise. Mir war wichtig, dass wir nicht nur gut arbeiten, sondern uns auch wirklich als Team fühlen.“
Größerer Teamzusammenhalt, mehr Offenheit und ein wertschätzender Umgang waren der Wunsch – und genau dort setzt sie mit spielerischer Führung an.
Moderne Führung bei der TK heißt: auf Augenhöhe agieren, Teamzusammenhalt stärken, Veränderungsfähigkeit fördern und eine gesunde Lern- und Fehlerkultur leben.
Was ist Gamified Leadership – und warum passt es zur TK?
Gamified Leadership bedeutet für Lisa: Teams stellen sich Herausforderungen spielerisch, entdecken Themen gemeinsam, probieren Neues aus und behalten Inhalte dadurch besser im Alltag präsent.
„Wenn ein Chef sagt „Ich spiele mit meinen Mitarbeitenden“ klingt das erstmal eher nach einem Fall für den Personalrat. Vielleicht ist es aber auch der Schlüssel zum Erfolg…“
Für sie passt das perfekt zur TK-Kultur:
Die TK steht für eine gesunde Arbeitswelt, offene Feedback- und Fehlerkultur, mutige Entscheidungen und fortschrittliche Arbeitsbedingungen (z. B. Homeoffice und Teamzeiten).
Gamified Leadership macht diese Haltung erlebbar: Lernen mit Spaß, flache Hierarchien, Vertrauen und gemeinsame Verantwortung.
Wichtig ist Lisa, dass spielerische Führung nicht in harten Wettbewerb kippt. Sie vermeidet Punktesysteme oder Rankings – niemand soll als „Verlierer“ dastehen. Das Ziel: Gemeinsamkeit, nicht Konkurrenz.
Konkrete Beispiele: So sieht spielerische Führung im Pflegezentrum aus
Lisa arbeitet mit einfachen, alltagstauglichen Formaten:
Tägliches „Bild des Tages“ in den Dailies:
Das Team startet mit einem kurzen visuellen Check-in – ein lustiges, aktuelles oder persönliches Bild. Das dauert unter 3 Minuten, schafft Nähe und öffnet den Raum für Kommunikation.
„Das ‚Bild des Tages‘ ist unser Mini-Ritual: Es dauert keine drei Minuten, aber es macht uns jeden Morgen ein Stück näher.“
- „Stadt, Land, Fluss“ mit Fachkategorien:
Neue Themen werden mit bekannten Spielprinzipien verknüpft. Fachbegriffe werden so spielerisch wiederholt und verankert.
- Teamgespräche im Freien / mit GesundheitsCoach:
Gespräche werden nach draußen verlegt, Gesundheit und Teamkultur rücken bewusst in den Mittelpunkt.
- KI spielerisch kennenlernen:
In der Vorweihnachtszeit hat jede Person ihr Lieblingsmärchen einer KI „erklärt“, ein Bild generieren lassen und das Märchen erraten lassen. So konnte das Team niedrigschwellig mit TK-GPT und KI arbeiten – und nutzt das Wissen heute im Alltag.
Führung bei der TK nutzt digitale Tools, fördert Gesundheit im Team und stärkt gleichzeitig Miteinander und Lernbereitschaft.
Spürbare Effekte: Mehr Produktivität, Offenheit und Zusammenhalt
Statt „nur“ gute Stimmung zu machen, hat Gamified Leadership für Lisa ganz konkrete Auswirkungen: Das Team ist messbar produktiver, neue Themen werden motiviert und angstfrei angegangen, die Kommunikation ist offener und häufiger und der Zusammenhalt ist deutlich gewachsen, Hierarchien sind spürbar flacher.
„Das Team hat sich komplett gewandelt – wir sind produktiver, gehen neue Themen viel entspannter an und reden ganz anders miteinander als früher.“
Ein Beispiel ist das Thema Online-Service-Angebote (OSA). Fachlich war OSA zwar bekannt, wurde im Alltag aber noch nicht selbstverständlich angeboten. Im offenen Austausch wurde deutlich: OSA war nicht präsent genug im Kopf der Mitarbeitenden.
Daraus entstand eine Challenge: Das Team sammelte Wörter mit „OSA“ (KinOSAal, MOSAik, BürOSAchbearbeitende, MafiOSA, O-SAft, DinOSAurier …). Jeden Tag wurden Wort und Bild im Team geteilt. Die OSA-Begriffe wurden zum Running Gag und gleichzeitig zur konkreten Erinnerung, Online-Service-Angebote aktiv anzusprechen. Die Zahlen verbesserten sich, das Thema ist heute fest im Alltag verankert. Sticker mit OSA-Wörtern auf den Notebooks erinnern zusätzlich daran. So werden digitale Services (z. B. OSA) durch kreative Führung in den Alltag integriert – ein Beispiel für fortschrittliche, kundenorientierte Arbeit bei der TK.
Lern- und Fehlerkultur: „Für euch getestet – funktioniert nicht“
Spielerische Formate stärken auch die Lern- und Fehlerkultur: Sie erhöhen Kommunikation und Vertrauen, machen versteckte Talente sichtbar und nutzbar und zeigen durch gemeinsames „Scheitern“ im Spiel, dass Fehler erlaubt sind und zum Lernen dazugehören.
Lisa geht bewusst mit gutem Beispiel voran:
„Für Euch getestet – funktioniert nicht. Ich teile Fehler bewusst mit dem Team. Das nimmt Druck raus und zeigt: Wir lernen hier gemeinsam.“
Wenn ihr ein Fehler passiert, teilt sie ihn offen – als Chance für alle, daraus zu lernen. Für das Team ist das ein klares Signal: Fehler sind keine Schwäche, sondern Teil professioneller Weiterentwicklung. Die TK fördert eine mutige, offene Führungskultur – Fehler werden als Lernchance verstanden, nicht als Makel.
Fairness & Freiwilligkeit: Warum kein Wettbewerb daraus wird
Damit Gamified Leadership für alle funktioniert, achtet Lisa auf klare Leitplanken:
- Spiele sind niederschwellig und einfach – ohne großen technischen Aufwand.
- Das Team wird aktiv eingebunden und gibt Feedback.
Harte Wettbewerbe und Punktesysteme werden vermieden, die Teilnahme bleibt freiwillig – wer nicht mitmacht, soll die anderen nicht stören.
Wertschätzung, Vielfalt und Freiwilligkeit sind zentrale Prinzipien der Führung bei der TK – auch in modernen, spielerischen Ansätzen.
Was ist JuMP – und wie hat es Lisa geprägt?
JuMP (Junior Management Programm) ist das Potenzialentwicklungsprogramm der TK für Mitarbeitende, die Führung übernehmen möchten. Es vermittelt Führungswissen, Methoden, Einblicke in die TK und bietet Raum für Vernetzung mit anderen angehenden Führungskräften.
„JuMP war für mich der Punkt, an dem ich gemerkt habe: Führung darf anders aussehen – spielerisch, mutig und trotzdem professionell.“
Für Lisa war JuMP ein wichtiger Baustein: Sie konnte sich mit anderen jungen Führungskräften austauschen, Theorie und Praxis moderner Führung verbinden und im Programm selbst spielerische Formate ausprobieren – viele Ideen daraus hat sie direkt ins Team mitgenommen. Ihre Aha-Momente: Wie sehr sich ihr Team auf Gamified Leadership eingelassen hat, wie stark Spiele das Team zusammengeschweißt haben und dass Führung nicht „trocken“ sein muss, sondern Spaß machen darf.
Die TK baut Führungskräfte gezielt auf – z. B. über JuMP – und ermutigt sie zu modernen, mutigen Führungsansätzen.
Lisas Tipps für angehende Führungskräfte
Für alle, die Gamified Leadership ausprobieren wollen, hat Lisa drei konkrete Tipps:
- Lass dein Team mitgestalten: Wie tickt dein Team? Woran haben die Menschen Spaß? Inspiriere dich ruhig bei Check-ins oder Aktivierungsspielen aus Workshops – und adaptiere sie.
- Nutze Programme wie JuMP, interne Entwicklungsangebote, Austausch mit Kolleg:innen und Tools wie TK-GPT als Ideengeber. Hab Mut zu unkonventionellen Lösungen – und Spaß daran.
- Bleibe dir selbst treu und mache nur das, was zu dir passt.
„Mein wichtigster Tipp: Fang klein an und mach nur das, was zu dir als Führungskraft passt. Womit fühlst du dich wohl? Was passt zu dir und deinem Team? Wenn es nicht zu dir passt, wirkt es schnell „aufgesetzt“.“
Lisa Krieger, Teamleiterin im Pflegezentrum Dresden
Einfache Einstiegsformate:
- kurze Check-in-Fragen,
- kleine Rätsel oder Spiele,
- „Stadt, Land, Fluss“ mit eigenen Kategorien,
- Teamrunden draußen,
- Gesellschaftsspiele für Gruppen (z. B. Scharade oder Zeichnen am Whiteboard).
Wer bei der TK führt, gestaltet aktiv Kultur mit – ob klassisch oder spielerisch. Gamified Leadership ist einer der Wege, wie unsere Führungskräfte Werte wie Mut, Vertrauen, Kompetenz und Fortschrittlichkeit im Alltag lebbar machen. Wer sich bei der TK für Führung interessiert, kann – wie Lisa – den Weg über JuMP gehen und dabei verschiedene Führungsstile ausprobieren und entwickeln.
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