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Teamleitung und Mentorin bei der TK zum Thema Führung
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Unsicherheit als Stärke: Mentoring, Führung und Karriere bei der TK

22.06.2026 Unsicherheit als Stärke: Mentoring, Führung und Karriere bei der TK
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Moderne Führung in der Krankenkasse: Darf eine Führungskraft „Ich weiß es nicht“ sagen? – ohne an Autorität zu verlieren?

Lange Zeit galt in vielen Unternehmen das Bild der souveränen Führungskraft, die auf jede Frage eine Antwort hat. Doch in einer Arbeitswelt, die von Veränderung, Fachkräftemangel, Digitalisierung und hybrider Zusammenarbeit geprägt ist, funktioniert dieses traditionelle Bild von Führung immer weniger.

Moderne Führung bedeutet heute:

  • mit Unsicherheit bewusst umzugehen,
  • eigene Grenzen und Zweifel anzusprechen,
  • und gemeinsam mit dem Team Lösungen zu entwickeln.

Genau hier spielt Mentoring eine wichtige Rolle – gerade in einem komplexen Umfeld wie dem Gesundheitswesen und einer großen gesetzlichen Krankenkasse wie der Techniker Krankenkasse (TK).

Warum Mentoring heute so wichtig für Führung und Karriere ist

Mentoring ist eine persönliche Lernbeziehung zwischen einer erfahrenen Person (Mentor:in) und einer Person, die sich beruflich und persönlich weiterentwickeln möchte (Mentee).

Mentoring unterstützt insbesondere bei:

  • der Entscheidung: „Ist Führung der richtige Weg für mich?“
  • der Entwicklung eines eigenen, authentischen Führungsstils,
  • der Vereinbarkeit von Karriere, Führung und Privatleben,
  • dem Umgang mit Unsicherheit, neuen Rollen und Verantwortung.

Im Unterschied zu Seminaren oder Trainings geht es im Mentoring nicht nur um Methoden, sondern um:

  • Reflexion von echten Alltagssituationen,
  • offene Gespräche über Fehler, Zweifel und Herausforderungen,
  • ehrliches Feedback auf Augenhöhe.

Für Arbeitgeber wie die TK ist Mentoring ein zentrales Instrument der Führungskräfteentwicklung und Talentförderung. Es hilft, zukünftige Führungskräfte zu gewinnen, zu stärken und langfristig im Unternehmen zu halten.

Mentoring bei der TK: 1:1-Austausch zu Führung, Karriere und Vereinbarkeit

Bei der Techniker Krankenkasse gibt es eine interne Mentoring-Plattform, über die sich Mentor:innen und Mentees gezielt miteinander vernetzen können. In diesem Rahmen findet ein 1:1-Austausch statt – vertraulich, individuell und nah am Arbeitsalltag.

Typische Themen im Mentoring bei der TK sind:

  • Einstieg in eine erste Führungsrolle
  • Führung im Wandel und im hybriden Arbeitsalltag
  • Frauen in Führung und Karriereentwicklung
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Führung außerhalb der eigenen fachlichen Expertise

Eine der Mentorinnen im Programm ist Anett Kirsch-Som. Sie ist seit 2001 bei der TK, seit 2020 in Führung und aktuell VE im FZ München. Ihre Perspektive zeigt, wie Mentoring und moderne Führung bei der TK zusammenhängen.

Teamleitung und Mentorin bei der TK zum Thema Führung

Anett ist mitten in der Corona-Zeit in ihre Führungsrolle gestartet – eine Phase, in der viel digital und auf Distanz stattfand:

„Ich bin seit 2001 im Unternehmen und seit 2020 in Führung. Mich hat am meisten verunsichert, dass ich in der Corona-Zeit, also sehr digital, gestartet habe. Ich halte den direkten Kontakt für sehr wichtig und konnte im Vorfeld nicht gut einschätzen, wie ich die Kennenlernphase gut abgebildet bekomme.“

Trotz dieser Unsicherheit entscheidet sie sich bewusst für authentische Führung. Sie möchte keine Rolle spielen, sondern als Mensch sichtbar bleiben:

„Ehrlich gesagt, ist mir das nie besonders schwer gefallen. Ich bin im Büro und zuhause die Gleiche. Klar, in anderer Rolle, aber dennoch Mensch mit all den Bedürfnissen, die wir alle haben.“

Wie konsequent sie das lebt, zeigt sich in einer sehr persönlichen Situation. Eine Erkrankung in der Familie bringt sie stark aus dem Gleichgewicht. Anstatt das zu verstecken, entscheidet sie sich für Offenheit im Team:

„Als mich im letzten Jahr eine Erkrankung in der Familie stark aus dem Gleichgewicht gebracht hat, hab ich das transparent gemacht, um Spekulationen und Fragezeichen vorzubeugen. Man muss nicht ins Detail gehen, aber es hilft doch sehr, wenn ich sage: ‚Ich bin gerade vielleicht nicht immer so, wie ihr mich sonst kennt. Das liegt an einer privaten Situation, die mich gerade echt herausfordert. Ich würde mir wünschen, dass ihr dafür Verständnis habt.‘ Ich hab damit nur gute Erfahrungen gemacht.“

Diese Art von Offenheit und Transparenz ist ein wichtiger Bestandteil ihres Führungsverständnisses – und ein Thema, das auch im Mentoring immer wieder eine Rolle spielt.

Unsicherheit zugeben als Chef:in – ein Teil moderner Führung

Viele Führungskräfte haben das Gefühl, sie müssten jederzeit souverän wirken und in jeder Situation die Antwort parat haben. Anett geht bewusst einen anderen Weg. Sie sagt offen, wenn sie etwas nicht weiß:

„Das sag ich wahrscheinlich gar nicht so selten. Da passiert gar nichts. Ich kommuniziere das offen und verweise entweder an eine mir bekannte Person, die das weiß, oder ich liefere die Antwort nach.“

Für sie ist „Ich weiß es nicht“ kein Zeichen von Schwäche, sondern von Professionalität. Wichtig ist, Verantwortung zu übernehmen, Informationen zu beschaffen und das Team einzubeziehen.

Die Grenze zwischen gesunder Offenheit und zu viel Einblick ins Private zieht sie nicht nach einem starren Schema, sondern situativ:

„Das entscheidet in der Realität mein Bauchgefühl. In der Tendenz bin ich lieber eher zu offen, als dass ich aus falscher Sorge vor Überforderung blinde Flecken generiere. Ich fordere hier aber auch Feedback vom Team ein und bin bis jetzt gut damit gefahren.“

So entsteht ein Führungsstil, bei dem Unsicherheit nicht versteckt wird, sondern bewusst gestaltet wird – durch Transparenz, Rückfragen und Feedback.

Führung außerhalb der eigenen Expertise: New Leadership im Gesundheitswesen

Ein weiteres zentrales Thema in ihrer Führungspraxis: Teams führen, die fachlich in Bereichen unterwegs sind, in denen sie selbst keine Expertin ist. Statt Druck empfindet sie das als Stärke des Teams:

„Großartig. Wir haben unglaublich versierte Mitarbeitende, die sich in vielen Bereichen selbst helfen können. Auch unsere Teamkoordinatoren bilden hier ein sicheres Backup. Das lässt mir den Fokus für Führungs- und Strategiethemen.“

Dadurch verschiebt sich der Schwerpunkt ihrer Rolle: weg von fachlicher Detailsteuerung, hin zu Beziehungsarbeit, Kultur und strategischer Führung.

„Neugier, ehrliches Interesse und Augenhöhe sind die ersten Dinge, die mir da einfallen. Ich muss nicht wissen, wie genau der Mitarbeitende handelt, um unseren Kunden und sein Anliegen zu bedienen. Aber ich muss dennoch wissen, welche Bedürfnisse, Nöte, Herausforderungen die Mitarbeitenden meines Teams haben.“

Genau diese Haltung entspricht zentralen Trends wie New Leadership, People-Centered Leadership und agiler Führung.

Anett zeigt, wie moderne Führung bei der Techniker Krankenkasse aussehen kann: authentisch, reflektiert, offen für Unsicherheit – und verbunden mit einer Kultur, in der Erfahrung geteilt und Weiterentwicklung gefördert wird.

Du möchtest mehr darüber erfahren, wie die TK als Arbeitgeber aufgestellt ist, welche Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten es gibt und wie Führung und Karriere bei der TK gedacht werden?

Dann lohnt sich auch ein Blick in unsere Beiträge Führung im Tandem und Frauen in Führung.

Alle Informationen zu Jobs, Einstieg, Entwicklung und Karrierechancen findest du auf unserer Karrierewebsite.

22.06.2026 Unsicherheit als Stärke: Mentoring, Führung und Karriere bei der TK
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Cathrin Cors

Social Media und HR-Marketing Managerin

Schon im Studium habe ich mich auf Social Media Marketing konzentriert und sowohl in Agenturen, Start-ups als auch in großen Unternehmen gearbeitet. Seit 2026 bin ich bei der TK im HR-Marketing. Hier kümmere ich mich um das Arbeitgebermarketing und betreue unsere Kanäle contentseitig – von der Ideenentwicklung über die Contenterstellung bis hin zur Auswertung. Mir ist wichtig, die TK als moderne und verlässliche Arbeitgeberin authentisch sichtbar zu machen und Einblicke zu geben, die zeigen, wie vielfältig die Menschen, Aufgaben und Möglichkeiten bei uns sind.

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